Cornelia-Funke-Schule Gemünden

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Eine Woche zwischen Hitze, Kultur und Spaß – unsere Klassenfahrt nach Berlin

Am 23.6.19 ging es für uns (R9) mit unserer Klassenlehrerin Frau Bieller und Herrn Hammer, (Vater einer Mitschülerin) als Betreuer auf Klassenfahrt nach Berlin. Wir waren fünf Tage dort und lernten wirklich Einiges - nicht nur über die Kultur unseres Landes, sondern auch wie man im 5. Stock in einem kleinen Raum bei über 35°C Raumtemperatur mit fünf Mitbewohnern überlebt.

 

Wer auf "weiter lesen" klickt, kann zu jedem Ausflugstag einen ausführlichen Bericht lesen.

 

Tag 1 (Sonntag, 23.6.19)

Unsere Reise begann am 23.6.19 um 08:00 Uhr am Bahnhof in Kirchhain. Wir warteten dort auf unseren Zug, der um 08:30 Uhr kommen sollte. Die Betonung liegt auf SOLLTE, denn wie man es sich hätte denken können, hatte der Zug Verspätung und kam erst um 09:05 Uhr! Wir konnten uns bis dahin aber die Zeit mit Unterhaltungen vertreiben und waren glücklich, als der Zug dann endlich am Bahnhof ankam. Die anderen Fahrgäste tun mir im Nachhinein leid, weil sie wahrscheinlich nur eine entspannte Zugfahrt wollten und wir nicht gerade die leisesten Fahrgäste waren.

Insgesamt mussten wir bis nach Berlin dreimal umsteigen. Am Bahnhof in Kassel hat sich unsere Gruppe dann ungewollt in zwei Gruppen geteilt und wir dachten schon ,,Ja, gut das war's jetzt, die anderen schaffen das nicht mehr rechtzeitig!“ Weil die eine Gruppe schon am Bahnsteig war und der Zug jeden Moment kommen sollte und die andere Gruppe noch nicht in Sichtweite war. Als der Zug dann ankam, hörten wir Gott sei Dank die anderen rufen und sahen, wie sie angerannt kamen. Meine Güte sah das lustig aus.

Als wir später im Hostel ''Three Little Pigs'' ankamen, erklärte ein Mitarbeiter uns die Regeln und gab uns die Zimmerkarten. Wir Mädchen hatten ein großes gemeinsames Zimmer in der dritten Etage. Trotz der Hitze kann man sagen, dass unser Zimmer noch ziemlich kühl war im Gegensatz zu den Zimmern der Jungs. Die haben sich auf zwei kleine Zimmer in der obersten Etage aufteilen müssen. Sie hatten auch nur ein bis zwei kleine Fenster. Wenn das Personal dort keine zwei Ventilatoren hingestellt hätte, wäre man dort eingegangen. Am Abend haben einige von uns in der Stadt etwas zum Abendessen gekauft, praktisch war, dass in der Nähe des Hostels ein Lebensmittelgeschäft, ein Döner und eine Pizzeria sich befanden. Später spielten einige von uns in dem Gemeinschaftsraum noch Billard.

 

Tag 2 (Montag, 24.6.19)

Am Montagmorgen fuhren wir nach dem Frühstück zum DDR Museum. Dort lernten wir einiges über die DDR und auch wie die Menschen damals dort gelebt und gearbeitet haben sowie zur Schule gegangen sind. Eine Frau führte uns durch das Museum und später durften wir noch alleine durch gehen und alles genau anschauen. Im Museum war eine Wohnung aus der Zeit nachgebaut, dort konnten wir mit einer Schreibmaschine schreiben. Wir hatten auch die Möglichkeit, uns im DDR Museum in ein Auto aus dieser Zeit zu setzen und loszufahren. Keine Sorge, es war nur ein Simulator!

Am Ausgang des Museums kauften sich einige von uns riesige Brezeln zum Mittagessen und wir gingen eine Runde durch Berlin. Und wenn ich „Runde“ sage, dann meine ich auch Runde, ja wir sind im Kreis gelaufen. Danach verpassten wir fast den Bus, der uns zur nächsten Unternehmung bringen sollte. Wir sind dann am Bahnhof ausgestiegen und es war unglaublich heiß. Das Problem war, dass wir alle zu wenig Getränke mitgenommen hatten und wir auch keine Zeit hatten, welche zu kaufen. Am Bahnhof blieb Frau Bieller dann trotzdem am Kiosk stehen und kaufte uns etwas zu trinken. Das hat echt gut getan bei der Hitze. Trotzdem hatten wir noch die Mauertour vor uns. Es war nicht auszuhalten. Wir liefen durch Berlin, die Reiseführerin erzählte uns Geschichten über den Mauerfall und wie Leute versuchten zu fliehen. Ich denke, die Tour wäre spannend gewesen, wenn die Sonne uns nicht gebraten hätte, aber wir konnten uns einfach nicht konzentrieren.

Als wir später dann im Hostel ankamen, waren wir nur noch kaputt und durstig. Wir waren unglaublich erleichtert, als der Tag zu Ende war.

 

Tag 3 (Dienstag, 25.6.19)

Am zweiten Morgen in Berlin fuhren wir mit der Straßenbahn ins Spionagemuseum. Dort durften wir einmal selbst durch laufen und merkten sehr schnell, dass es nicht irgendein langweiliges Museum mit Ausstellungstücken war. In der unteren Etage konnte man selbst verschiedene Rätsel lösen und einen Stock weiter war es noch spannender. Wir konnten uns als Spione verkleiden. Wir sahen richtig cool aus! Durch einen Computer konnten wir auch noch sehen, wie sicher unser Passwort wirklich ist und wir konnten testen, wie gut wir als Spione wären, indem wir durch einen Raum mit Laserstrahlen gegangen sind. Es sah wesentlich uneleganter aus als in so manchen Filmen.

Später führte uns eine Mitarbeiterin durch das Museum und gab uns einige Tipps wie wir unser Passwort sicherer machen können oder wie Personen versucht haben, Wanzen in Tiere einzubauen. (Wanzen sind winzig kleine Geräte, die Gespräche aufzeichnen können). Es war eine wirklich Informative und vor allem spannende Museumsführung! Sehr empfehlenswert! Unser nächstes Ziel war das Anne-Frank-Haus. Auf dem Weg dorthin, liefen wir erst einmal an der Gasse, indem das Haus steht, vorbei. Es war sehr schön in der Gasse. Dort war ein Café und Graffiti an den Wänden. Ein Graffiti war Anne Frank, es war direkt neben dem Haus.

Als wir dann im Haus waren, merkten wir schnell, dass es auch ein Haus für Menschen mit Handicaps ist. Damit meine ich nicht nur, dass dort ein Fahrstuhl war. Nein, dort gab es auch für blinde Menschen einen Plan vom Haus. Außerdem waren dort Karten mit Blindenschrift und Personen auf Bildschirmen, die Gebärdensprache sprachen.

Für die Führung wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, aber es war keine normale Führung. Für den ersten Teil zeigte uns ein Mitarbeiter eine Wand, auf welcher alles über Anne Frank stand. Wir schrieben auf, was wir über sie wussten und was wir noch über sie wissen wollten. Danach las jeder von uns einen Teil ihres Lebens an der Wand durch und stellte diesen mithilfe von Bildern den anderen Mitschülern vor.

Danach gingen wir weiter und schauten uns verschiedene Videos von Leuten an, die von ihrem Leben berichteten. Wir stellten fest, dass sie alle eines gemeinsam hatten: sie werden von der Gesellschaft ausgeschlossen, weil sie so sind, wie sie sind. Egal, ob es die Religion oder die Sexualität oder etwas anderes war, sie wurden nicht als der Mensch akzeptiert, der sie sind, genau wie Anne Frank. Sie war Jüdin und deshalb wurde sie damals als etwas Schlechtes angesehen und musste sterben.

Die Botschaft, die wir aus dem Anne-Frank-Haus mitnehmen, ist, dass wir jeden so akzeptieren sollten wie er ist. Jeder Mensch hat es verdient, respektiert und nicht ausgeschlossen zu werden. Nur weil er nicht so aussieht wie alle anderen, oder nicht aus dem gleichen Land kommt oder einer anderen Religion angehört wie man selbst. Ich finde, dass das eine schöne Botschaft ist, die leider noch immer zu wenig Menschen auf dieser Welt verstehen. Und genau diesen Menschen sollte man zeigen, wie Anne Frank lebte, damit sie verstehen, wie es wirklich ist, ausgeschlossen zu werden.

 

Tag 4 (Mittwoch, 26.6.19)

Den letzten kompletten Tag dieser Klassenfahrt verbrachten wir mit vielen verschiedenen Dingen. Zuerst fuhren wir morgens mit der S-Bahn und der U-Bahn zu einem ganz bestimmten Ort, dem Brandenburger Tor. Meine Güte war das cool! Es war viel größer als erwartet. Wir hatten gehofft, davor ein paar wunderschöne Fotos machen zu können. Leider wurde davor irgendwas aufgebaut. Aber ich denke, die Fotos können sich trotzdem zeigen lassen. Vom Brandenburger Tor liefen wir dann direkt zum Bundestag, von weitem konnten wir sogar die Siegessäule sehen.

Beim Bundestag angekommen, mussten wir erst einmal durch die Sicherheitskontrolle laufen, damit die Angestellten wussten, dass wir nichts Böses vorhatten. Wir kamen alle durch und sind dann von ein paar Mitarbeitern in das Haus hineingeführt worden. Nach ca. einer halben Stunde Wartezeit konnten wir dann endlich in den Plenarsaal. Ja genau, dass ist der Saal mit dem großen Adler, den man immer im Fernsehen sieht. Wir durften uns oben hinsetzten und eine Frau erzählte uns dann etwas zum Bundestag und den Parteien. Das war alles wirklich sehr interessant und sie machte es auch wirklich gut, aber wir warteten nur darauf, bis die ganzen Politiker - unter anderem auch Angela Merkel - in den Saal kamen. Letztendlich wurden wir aber enttäuscht, denn wir wurden in einen anderen Raum geführt, wo uns ein Vertreter eines SPD Politikers Fragen beantwortete. Diese eine Stunde zog sich extrem lang hin, aber es lohnte sich, denn als wir aus dem Raum gingen, schauten wir in den Saal und überall waren Kameras und Politiker. Zu diesem Zeitpunkt stand sogar Angela Merkel da und beantwortete Fragen. Wir schauten von einer Scheibe aus zu, aber wurden schnell wieder weggeschickt. Vom Bundestag aus gingen wir dann zum SPD Haus, weil wir eingeladen wurden, um dort Mittag zu essen.

Abends ging es in die Berliner Unterwelt. Ein Guide führte uns humorvoll und kompetent durch einen ehemaligen Luftschutzbunker. In den verschiedenen Räumen waren viele Gegenstände, wie z.B. Helme, Waffen, Munition und Möbel aus dem Zweiten Weltkrieg zu sehen. Außerdem erfuhren wir, dass die Wände des Bunkers mit spezieller Leuchtfarbe gestrichen waren, damit im Falle eines Stromausfalls die Personen sich noch orientieren konnten. Am Ende der Führung wurde uns noch die Funktion einer Rohrpost demonstriert. Diese Bunkertour war richtig toll und können wir nur empfehlen.

 

Tag 5 (Donnerstag, 27.6.19)

Der letzte Morgen unserer Klassenfahrt war nichts Besonderes, wir packten unsere Koffer, putzten die Zimmer und checkten danach aus. Mit der U-Bahn fuhren wir dann zum Bahnhof und stiegen dann in den Zug ein. Es hieß, dass wir bis zum Bahnhof in Kirchhain dreimal umsteigen sollten. Aber das Schicksal wollte da irgendwie nicht mitspielen.

Beim ersten Mal ist noch alles gut gegangen, aber als wir dann im zweiten Zug saßen, hieß es: ,,Wir werden einige Minuten Verspätung haben und der Anschlusszug nach Kassel kann nicht warten.“ Also mussten wir eine andere Zugverbindung nach Kassel nehmen, bei der man einmal mehr umsteigen musste. Als wir dann das vorletzte Mal in einen anderen Zug gestiegen sind und alle zufrieden auf ihren Plätzen saßen, sprang ein Mitschüler auf und rief: ,,Mist, mein Rucksack ist noch im anderen Zug!“ Er sprintete in den Zug, wo wir ausgestiegen sind und schnappte sich seinen Rucksack. Wir dachten schon, er schafft es nicht mehr, weil wir jeden Moment losfahren wollten, aber zum Glück kam er noch in der letzten Sekunde.

Als wir dann in Kassel das letzte Mal umsteigen sollten, waren wir uns tausend prozentig sicher, dass alles gut gehen wird. Falsch gedacht! Einige Schüler kamen nicht rechtzeitig aus dem Zug, da andere Passagiere die Gänge blockierten. Nachdem die Schüler endlich auf dem Bahnsteig waren, befanden sich Frau Bieller und ihre Schülergruppe bereits auf Gleis 7, wo unser Zug nach Kirchhain abfuhr. Jetzt musste alles schnell gehen und Herr Hammer ist mit seiner Gruppe in den nächst besten Zug nach Marburg eingestiegen. Allerdings war dies ein ICE und für diese Zugverbindung waren unsere Tickets nicht gültig. Außerdem saß Frau Bieller mit allen Tickets in einem anderen Zug. Während der Zugfahrt rief eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn Frau Bieller an, um sich zu vergewissern, dass die andere Gruppe zu uns gehört. Damit war auch das Problem geklärt und alle sind gesund und glücklich zu Hause angekommen.

Wir hätten nie gedacht, dass bei einer Zugfahrt so viel schieflaufen kann, aber wir sind der Beweis. Trotz allem war es wirklich sehr lustig und es war eine wunderschöne Klassenfahrt. Wir können nur hoffen, dass unsere Abschlussfahrt nächstes Jahr mindesten genauso schön wird.

 

Luisa


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