Cornelia-Funke-Schule Gemünden

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Kinder und Medien - Themenelternabend an der CFS

Schulleitung, Schulsozialarbeit und Elternbeirat der CFS veranstalteten am 21. März 2017 erstmalig einen Themenelternabend zum Thema Medienerziehung für die Eltern der Jahrgänge 3 bis 7 und interessierte Lehrkräfte. Reinhard Mehles, jahrelanger Fachberater am Staatlichen Schulamt Fritzlar und freier Medienbildungsreferent sowie Fabian Unnewehr, Experte für Internetsicherheit und Datenschutz, informierten über das aktuelle Mediennutzungsverhalten unserer Kinder und Jugendlichen und damit verbundene Risiken bzw. Konfliktfelder, mit dem Elternhaus und Schule konfrontiert sind. Beratend war auch Falk-René Beigang, Fachberater am Staatlichen Schulamt Fritzlar, anwesend.

Auffällig ist eine deutliche Veränderung unserer Kommunikationsgewohnheiten durch die breitflächige Nutzung von Messenger Apps, nicht nur, was Rechtschreibung und Interpunktion betrifft. Vor allem die Frequenz gesendeter Nachrichten nimmt häufig Ausmaße an, die bei vielen Kindern schnell zu Stress und Überforderung führen kann. Hausaufgaben dauern ewig, weil nebenher alle paar Minuten Nachrichten von Freunden eintrudeln und bleibt das Handy mal für zwei Tage ausgeschaltet, kommen bei vielen schnell über 1000 ungelesene Nachrichten zusammen, die jedoch meistens wenig relevanten Inhalt haben. Zudem lässt sich beobachten, dass innerhalb von Chatgruppen häufig auch Streits entstehen und die Hemmschwelle, was den Umgangston betrifft, gegenüber Face-to-face-Gesprächen deutlich herabgesetzt ist. Bei den nachfolgenden Begegnungen auf dem Schulhof oder in der Klasse kommt es dann häufig zu Eskalationen bzw. sind die Schülerinnen und Schüler durch die Situation so belastet, dass Aufmerksamkeit und Konzentration darunter leiden.

 

Einen großen Einfluss auf die Kinder und Jugendlichen haben mittlerweile Youtube-Helden und Instagram-Stars. Was früher Michael Jackson oder Steffi Graf für die heute Erwachsenen waren, sind heute Dagi Bee und Gronkh, die mit ihren Youtube-Videos über Make up und Styling oder Computerspiele teilweise Millionen verdienen, wie die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Elternabends ungläubig zur Kenntnis nahmen. Gezielte Werbeplatzierungen spielen dabei eine große Rolle, denn Kinder und Jugendliche wurden längst als eigenständige Konsumentengruppe erkannt und sollen schon früh an Marken gebunden werden.

 

Datensicherheit war ein weiteres Thema des Abends. Die Funktion GraphSearch, mit deren Hilfe man in Sozialen Netzwerken wie Facebook nach bestimmten Personengruppen (z.B. weiblichen Singles unter 18 in der Nähe) suchen kann, sowie ein von Google mit Hilfe des Smartphone-GPS gespeicherter Standortverlauf wurden live vorgeführt, um deutlich zu machen, welch umfangreiche Daten über jeden von uns im Netz – oft ohne dass wir uns dessen bewusst sind - gefunden werden können. Dies betrifft auch Kinder und Jugendliche, die mit solchen Informationen vielfach noch freimütiger umgehen als viele Erwachsene.

 

Die Referenten betonten die Notwendigkeit, Kinder und Jugendliche in der Medienwelt zu begleiten, indem man Interesse für ihre Stars und Spiele zeigt, Sicherheitseinstellungen vornimmt (z.B. Verwendung von Kindersuchmaschinen oder „Youtube Kids“) und gemeinsam Verhaltensregeln beispielsweise für den Umgang mit jugendgefährdenden Inhalten oder smartphonefreie Zeiten aufstellt. Abschließend wurden die anwesenden Eltern und Lehrkräfte dazu angeregt, offene Fragen zu stellen, aktuelle Probleme anzusprechen und gegenseitige Wünsche auszutauschen, denn eine umfasssende, verantwortungsvolle Medienerziehung kann nur funktionieren, wenn Elternhaus und Schule sich austauschen und zusammenarbeiten.

 

Susann Urban, Schulsozialarbeit


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